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 Betreff des Beitrags: Die Saga der WalWut-Otta
BeitragVerfasst: 29. Mär 2013, 21:52 
Thorwaler Säbelrassler
Thorwaler Säbelrassler
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So mögest du die Geschichte der WalWut-Otta erfahren.
Erzählt aus dem Munde eines der Ihren. Aufgeschrieben getreulich des gesprochenen Wortes
durch Sinan ibn Saladin ibn Suleiman - Entdecker und Forscher aus dem Land der ersten Sonne welches die Nordleute Tulamidenlande nennen.



Swafnir und Ifirn zum Gruß, Fremder.

Die Saga der WalWut-Otta möchtest du also hören?
Weißt du. In unserer Heimat ist es guter Brauch dem Skalden einen Platz nahe am Feuer anzubieten und Ihm ein Horn mit warmen, goldgelben Met einzuschenken.

Was? Du trinkst keinen Alkohol? Was hat das bei Swafnirs Eiern mit mir zu tun?
Ich dachte ich soll dir die Saga unserer Ottajasko erzählen. Mit trockenem Mund lässt sich schlecht sprechen.

Nachdem mein Diener Raschid mit einem Krug voller Met ins Zelt zurückkehrte begann der Nordmann mit seiner Erzählung.

Ja, so lobe ich mir das, Ifirn sei Dank!

Die saga der WalWut-Otta…, wo fange ich da am besten an?

Es war das Jahr 2659 nach Jurga´s Landung, als Xaris Hjanson, ein abgerissener Abenteurer und Rumtreiber sein Glück in der großen Stadt Thorwal suchte.
Wie er in die große Stadt gelangte weiß ich nicht. Ich vermute er weiß es selbst nicht mehr…, das ist aber für meine Geschichte auch ohne Belang.

Sein Magen war leer, sein Durst war groß und sein Geldbeutel fasste gerade einmal ein paar kupferne Münzen.
Doch gehörte Xaris nicht zu den Menschen die sich von den Unbillen des Lebens unterkriegen lassen.

Als Thorwaler hast du´s nicht leicht im Leben, selbst in deiner Heimat nicht.
Die Winter sind lang, kalt und dunkel. Und die Straße der Wale die jeder gute Thorwaler befährt ist tückisch und launenhaft.
Darum beten wir auch zu Swafnir den großen, weißen Pottwal, dass er uns den richtigen Weg über das Meer weisen möge.
Die gütige Herrin Ifirn ist seine Frau, ein schneeweißer Schwan ist Ihr Zeichen.

Wo war ich? Ach ja, Xaris war halt keiner dieser Menschen die sich schnell unterkriegen lassen.
In einer üblen Kaschemme, nahe am Kai, würfelte er um seine letzten Münzen.
Es schien so, als ob Phex (der Gott des Glücks) sich einen üblen Scherz mit ihm erlauben wollte.
Bald schon hatte er seine Münzen, die Stiefel, seine Meerschaumpfeife und den Tabak verspielt.

Von den Männern und Weibern mit denen Xaris würfelte ist mir nichts bekannt.
Jedoch als Xaris nur noch seine Hose sein Eigen nennen konnte sprach einer der Fremden:
„Dein Geld, deinen Tabak und deine Pfeife habe ich dir beim Spiel genommen.
Selbst deine Stiefel gehören dir nicht mehr, was kannst du noch mehr setzen als deine Ehre und deinen Namen?“

Und als Xaris antwortete: „So, meine Ehre und meinen Namen willst du erringen, Fremder.
Aber was soll dein Einsatz bei diesem Spiel sein? Für ein paar Münzen wirst du sie nicht bekommen.“

Da sprach der Fremde: „Ein Schiff nenn ich mein Eigen. 20 Ruderer fasst es und es ist sturmerprobt.
Solltest du gewinnen, so ist es dein. Gewinne ich, so wirst du nackt durch ganz Thorwal laufen und rufen:
"Ich bin Xaris, Sohn des Hjan und die neue Mopsendronning von Admiral Gilmon Hal Quent, dem Mordbrenner von Thorwal.“

Kein Wort wurde Gesprochen nach dieser Beleidigung. Stumm schob Xaris dem Fremden die Knochenwürfel zu und nickte.
Der Fremde würfelte 3 mal und erzielte 17 von 18 Augen.
Mit einem lächeln reichte er Xaris die Würfel…
Welchen Gott Xaris anflehte ihm doch wenigstens seinen Namen und die Ehre zu lassen weiß ich nicht.
Doch würfelte Xaris nur ein einziges mal und 18 Augen bedeckten den Tisch!

Ja Fremder, bei meinem Wort. So und nicht anders wurde Xaris zum Hetmann.

Von seiner Mannschaft soll ich dir erzählen? Da gibt es mehr Geschichten als der Tag Stunden hat.
Jeder der mit Xaris fährt hat seine eigene dunkle Vergangenheit.
Doch zählen einzig die Taten die du nach der Ottajara, dem Tag deiner Prüfung und dem Schwur auf die Gemeinschaft erringst.
Nichts ist heiliger als der Schwur auf deine Otta, sie zu verraten bedeutet größte Schande, so will ich dir den Schwur der WalWut rezitieren
welchen wir in unserer Sprache Trygda-Eider nennen:

„Wir schwören, dass wir einander Brüder und Schwestern sein wollen, mit Knochen, Blut und Stahl.
Unser Schwur schmiedet uns zusammen wie eiserne Ketten, treibt uns in Kälte und Sturm, lässt uns Dinge tun,
von denen die Skalden später singen werden - und Dinge, die besser vergessen bleiben.
Wenn wir in die Schlacht ziehen, dann wissen wir, dass jede Schulter neben uns einem Gefährten gehört, der für uns sterben würde.“

Die Saga jedes einzelnen kann ich dir nicht erzählen, auch wenn ich es gerne möchte.
Selbst die Geschichte von Hetmann Xaris ist für mich nur ein dunkler Fleck.

Aber zumindest kann ich dir Ihre Namen nennen:

Da ist einmal Hetmann Xaris „Schönhaar“ Hjanson mit seiner Frau Travialieb und dem Sohn Rek Travialiebsson.
Sein Bootsmann ist Raudabjoern "Smadding" Gurnisson.
Der Herold und Bannerträger ist Harald „der Graue“ Ulfhardson, ein Gjalskerländer Mütterlicherseits aus den Hochlanden.
Toré „Krähenauge“ Yngvason ist der Diar der Gemeinschaft. Seine Aufgabe ist es die Götter anzurufen und zu beschwichtigen.
Argoyle Ketilson ist der Smutje, sein Weib ist Katla Mattisdottir.
Ulfrik „Lütte“ Blakkarson ist der Mundschenk der WalWut.
Dann gibt es noch Lialin "Nana" Óheppnidottir und ihren kleinen Sohn.
Der „Müde“ Wulfgar Thorkillson ist ein gefürchteter Kämpfer und Berserker.
Bidderidu ist der gute Geist der Otta. Kein Schloß was ihr verschlossen bleibt. Kein Versteck welches ihr verborgen bleibt.
Ihr Mann ist Leif "Beifang" Leiffson, er gehört zu den Rekkern der WalWut.
Zu den Rekkern gehören auch Olaf Bödvarson, Baradur "Schmollbraten" Brunson, Aki Walkirsson und
Agnar „der Zwerg“ Nidurson mit seiner Tochter Amilia Agnarsdottir
Thula "Goldkehlchen" ist die Skaldin, ihre Stimme und Musik ist weithin bekannt.
Dann gehören noch Scare "Knisterfinger" Erikson, ein Magier aus der Runajasko zu Olport und der Schamane Torkan, ein Halbork aus dem Stamm der Zolochhai zur Mannschaft.

Ja Fremder, das ist die WalWut-Otta!
Und siehst du am Horizont ein rot-gelb gestreiftes Segel im Wind.
Mit einem großen, weißen Wal der mit einer grünen Seeschlange ringt.
So kannst du ihn schon hören, ihren Ruf:

„Unsre Schilde stehn eng, unsre Äxte sind lang! Mit Swafnir, für den Hetmann, fürs Thorwaler Land!“



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Altes Fleisch gibt fette Suppen!
Fleisch fängt erst ab 300g an alles Andere ist nur Aufschnitt!
Es lief alles nach Plan und der Plan war scheiße!
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